Rezepte aus Polen

In unserem Artikel „Polnische Spezialitäten“ haben wir Ihnen bereits einige der beliebtesten Gerichte unseres Nachbarlandes vorgestellt. Herzhaft und lecker ist Ihr Fall? Dann dürfen Sie sich auf einen kleinen Ausflug in die polnische Küche freuen.

Polen ist ein sehr gastliches Land und hat neben fast 2000 Hotels auch viele schöne Restaurants. Viele sind auf die traditionelle polnische Küche spezialisiert, andere bringen den Geschmack der großen weiten Welt nach Polen. Wir präsentieren Ihnen drei der beliebtesten Rezepte Polens für Sie zu Hause zum Nachkochen. Viel Spaß damit!

Pierogi

Das Nationalgericht schlechthin sind Pierogi. Die gefüllten Teigtaschen aus Hefe,-oder Blätterteig sind in weiten Teilen Osteuropas verbreitet und für ihre vielfältigen Füllungen beliebt.

Zutaten:

•    700 g Kartoffeln

•    5 Zwiebeln

•    3 EL Butter

•    250 g Quark

•    500 g Mehl

•    1 Ei

•    200 ml Wasser

•    4 EL Butterschmalz

•    Salz

•    Pfeffer

Zubereitung:

1.    Schälen Sie die Kartoffeln und kochen Sie sie in Salzwasser gar. Zerstampfen Sie anschließend die Kartoffeln und lassen Sie die Masse abkühlen.

2.    Schneiden Sie die Zwiebeln klein und dünsten Sie diese in einer Pfanne mit einem Esslöffel Butter goldbraun an. Geben Sie die Zwiebel zu den Kartoffeln und vermengen Sie alles zusammen mit dem Quark und etwas Pfeffer.

3.    Nehmen Sie eine große Rührschüssel und geben Sie Mehl, Wasser und ein Ei dazu. Kneten Sie die Masse zu einem glatten Teig. Stäuben Sie ihre Arbeitsfläche mit etwas Mehl ein und rollen Sie den Teig ca. zwei Zentimeter dick aus. Mit Hilfe eines Glases können Sie nun Kreise aus dem Teig ausstechen.

4.    Geben Sie in die Mitte jedes Kreises etwa einen Teelöffel der Kartoffelmasse und falten Sie den Teig zu einem Halbkreis zusammen. Drücken Sie die Ränder mit den Fingern oder einer Gabel gut zusammen.

5.    Erhitzen Sie in einem großen Topf Salzwasser und lassen Sie die Pierogi darin köcheln, bis sie an die Oberfläche steigen. Währenddessen können Sie die restlichen Zwiebeln würfeln und in einer Pfanne mit etwas Butter kross anbraten. Die fertigen Pierogi können Sie mit zerlassener Butter und den gerösteten Zwiebeln servieren.

Tipp: Natürlich können Sie für Ihre Pierogi auch andere Füllungen wie Hackfleisch, aber auch süße Beeren verwenden.

Bigos

Der deftige Eintopf aus Kraut, Kohl und Schweinefleisch ist perfekt für kalte Tage.

Zutaten:
•    1 Kg Weißkohl (Weißkraut)

•    1 Dose Sauerkraut (850 g)

•    1 Kg Schweinenacken

•    250 g Schweinebauch geräuchert

•    2 Zwiebeln

•    1,5 Tuben Tomatenmark

•    2 Lorbeerblätter

•    6 Wacholderbeeren

•    verschiedene Gewürze

Zubereitung:

1.    Schneiden Sie den Schweinebauch in kleine Stücke und braten Sie ihn in einer Pfanne mit etwas Fett an. Anschließend den Schweinenacken in mundgerechte Stücke schneiden, kräftig mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen, zum Schweinebauch geben und kurz scharf anbraten. Stellen Sie das Fleisch nun in den vorgeheizten Backofen und braten Sie es bei ca. 180 Grad weiter.

2.    In der Zwischenzeit können Sie den Weißkohl in dünne Streifen schneiden und in einem großen Topf mit einem halben Liter Wasser weich kochen. Kochen Sie das Sauerkraut ebenfalls und geben Sie es zum Weißkohl.

3.    Würfeln Sie die Zwiebel und geben Sie sie mit den Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und dem Tomatenmark zum Fleisch. Vermischen Sie anschließend Kraut und Fleisch mitsamt dem Bratensaft und lassen Sie es nochmals ca. eine Stunde köcheln. Rühren Sie gelegentlich um, damit das Kraut nicht am Boden des Topfes anbrennt.

4.    Wenn der Eintopf fertig ist, nochmals mit Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Kartoffeln servieren. Wie jeder Eintopf kann das Gericht am nächsten Tag nochmals aufgewärmt werden und gewinnt dabei sogar an Geschmack.

Zurek

Vergorener Roggenschrot hört sich erst einmal nicht sehr appetitlich an, doch lassen Sie sich nicht täuschen. Der saure Klassiker unter den polnischen Suppen schmeckt hervorragend.

Zutaten:
•    400 Milliliter Brühe

•    200 Gramm polnische Wurst

•    100 Gramm festkochende Kartoffeln

•    100 Gramm Roggenschrot

•    100 Gramm saure Sahne

•    2 Eier

•    2 Knoblauchzehen

•    1 Zwiebel

•    2 Esslöffel Pflanzenöl

•    1 Teelöffel getrockneter Majoran

•    Salz

•    Pfeffer

•    Kräuter

Zubereitung:

1.    Zwei bis drei Tage, bevor Sie die Suppe zubereiten, dürfen Sie das Roggenschrot vorbereiten. Füllen Sie es dazu in Einmachglas und geben Sie 400 Milliliter warmes Wasser dazu. Decken Sie das Glas mit einem Stück Backpapier ab und stechen Sie mit einem Zahnstocher kleine Löcher in den Deckel.

2.    Befestigen Sie das Backpapier mit einem Gummiring und stellen Sie das Einmachglas für zwei bis drei Tage an einen warmen Ort.

Zubereitung:

1.    Schälen und würfeln Sie Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebel. Schneiden Sie die Wurst in Scheiben und geben Sie diese gemeinsam mit dem Gemüse in einen Topf.

2.    Dünsten Sie alles zusammen an, bis die Zwiebel glasig sind und löschen Sie es mit der Brühe ab. Geben Sie den getrockneten Majoran hinzu und lassen Sie alles für weitere 20 Minuten köcheln.

3.    Kochen Sie in der Zwischenzeit die Eier hart. Schrecken Sie diese unter kaltem Wasser ab und schälen Sie sie anschließend.

4.    Nun geben Sie das vergorene Roggenschrot hinzu und lassen alles nochmals etwa fünf Minuten köcheln. Sollte die Suppe zu dickflüssig sein, können Sie noch etwas Brühe hinzufügen.

5.    Nehmen Sie die Zurek vom Herd und rühren Sie die saure Sahne unter. Nun noch mit Salz und ordentlich Piment abschmecken und mit den Eierhälften garnieren. Als kleines Highlight können Sie die Suppe auch in einem ausgehölten Brotlaib servieren und mit grünen Kräutern für einen kleinen Farbakzent sorgen.

Guten Appetit!

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