Französische Rezepte

Die französische Küche genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Essen bedeutet für unsere französischen Nachbarn nicht einfach nur Nahrungsaufnahme, sondern echten Genuss. Die Regionalküchen des Landes sind sehr unterschiedlich, wie sie in unserem Artikel Spezialitäten in Frankreich schon erfahren haben.

Im Süden wird mediterran gekocht, berühmt ist die Küche der Provence mit ihren wundervollen Aromen und leichten Fisch- oder Meeresfrüchtegängen. Ganz anders im Norden: In der Bretagne wird üppiger mit Butter gekocht, die dort üblichen Fischgerichte sind herzhafter und den Jahreszeiten und Temperaturen angepasst. Zum Frühstück gibt’s in Frankreich Cafe aulait mit Croissant und Marmelade, das Mittagessen fällt meist üppiger aus. Vor 20 Uhr gibt es in Frankreich üblicherweise kein Abendessen, dafür sitzt man umso länger am Tisch und genießt das Beisammensein.

Holen Sie sich mit unseren beliebtesten Rezepten ein Stück französische Lebensart zu Ihnen nach Hause.

Bretonische Galettes:

Zutaten:

Für den Teig (12 Galettes)

330 g Buchweizenmehl
10 g grobes Salz
750 ml Wasser
1 Ei

Klassische Füllung für 1 Galette:

1 TL Butter für die Pfanne
1 EL Crème Fraîche
1 Scheibe Schinken
50 g Käse
1 Ei

Zubereitung:

  • Vermischen Sie das Mehl mit dem Salz und geben Sie nach und nach das Wasser dazu. Mit der Küchenmaschine oder dem Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Rühren Sie zum Schluss noch das Ei unter den Teig.
  • Lassen Sie anschließend den Teig 2 Stunden im Kühlschrank ziehen.
  • Erhitzen Sie eine Pfanne und zerlassen Sie die Butter darin.
  • Geben Sie etwas Teig in die Pfanne und schwenken Sie diese, sodass sich der Teig gleichmäßig auf dem Pfannenboden verteilt. Dann einige Minuten in der Pfanne backen.
  • Wenden Sie nun den Pfannenkuchen und backen Sie ihn auf der anderen Seite.
  • Nehmen Sie ihn aus der Pfanne und halten Sie ihn im Ofen warm.
  • Für die klassische Füllung zerlassen Sie die Butter in der Pfanne und geben Sie nach 2 Minuten den Schinken hinzu. Braten Sie den Schinken kurz an.
  • In der Zwischenzeit vermengen Sie das Ei mit dem Käse und der Crème Fraîche. Geben Sie die Mischung in die Pfanne und braten Sie diese gemeinsam mit dem Schinken leicht an.
  • Holen Sie den Pfannkuchen aus dem Ofen, geben Sie die klassische Füllung hinein und schlagen Sie die Ecken ein. Servieren Sie das Gericht gerne mit Salat.


Video: Ratatouille Rezept wie im Film / Thomas kocht


Ratatouille

Zutaten:

  • 250 g Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 400 g Tomaten
  • 2 kleine Zwiebeln
  • je 1 rote und gelbe Paprikaschote
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • Kräuter: 2 Stiele Basilikum, je 3 Stiele Thymian und Oregano, 1 Zweig Rosmarin
  • 3–4 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100–150 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  • Zuerst dürfen Sie das Gemüse (Zucchini, Aubergine und Tomaten) waschen, putzen und in Stücke schneiden. Schälen Sie die Knoblauchzehen und hacken Sie diese fein. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie diese in kleine Würfel. Waschen Sie die Paprika und schneiden Sie diese ebenfalls in Stücke.
  • Waschen Sie die Kräuter. Nehmen Sie von einem Zweig Rosmarin die Nadeln ab und hacken Sie diese fein. Anschließend zupfen Sie die Blätter von den Stielen des Basilikums, Thymians und Oreganos hacken diese ebenfalls klein.
  • Erhitzen Sie das Öl in einer Pfanne und dünsten Sie Zwiebel und Paprikawürfel 4-5 Minuten darin an. Den Knoblauch und das übrige Gemüse, Tomatenmark und gehackte Kräuter dürfen Sie einrühren und kurz andünsten. Gießen Sie die Gemüsebrühe nach und nach hinzu und würzen Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer. Garen Sie das Gemüse für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze und richten Sie das Ratatouille auf Tellern an.


Madeleines

Diese kleinen, zauberhaften Sandtörtchen in Muschelform nennt man Madeleines und kommen aus Lothringen. Mittlerweile sind diese auch über die französischen Grenzen hinaus bekannt. In Frankreich werden Madeleines mit Mandeln gebacken, in Wien mit Vanille, in anderen Städten mit Rosenwasser. Die ersten Madeleines wurden im Jahre 1755 für den König von Polen gebacken, der damals im Exil auf Schloss Commercy in Lothringen lebte. Gebacken wurde es von der Köchin Madeleine Paulmier und weil dem König von Polen die Köstlichkeiten so gut schmeckten, benannte er sie nach der Köchin.

Zutaten: für ca. 24 Madeleines

  • 125 g Butter
  • 3 Eier
  • 125 g Zucker
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • 125 g Mehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 m Rum
  • 2 TL Puderzucker
  • 1 Madeleinebackblech

 Zubereitung:

  • Schmelzen Sie die Butter in einem Topf und lassen Sie diese leicht anbräunen. Lassen Sie das Ganze etwas abkühlen.
  • Nehmen Sie ihr Madeleine Backblech, fetten Sie es gut ein und heizen Sie den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  • Schlagen Sie jetzt die Eier, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale hellcremig auf.
  • Das Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln mischen, sieben und löffelweise unter die Eimasse heben. Abschließend kommt die abgekühlte, flüssige Butter dazu.
  • Der Teig reicht für zwei Bleche.
  • Verteilen Sie zunächst die Hälfte des Teigs in die Form und backen Sie diese ca. 10 Minuten im Ofen. Wenn sie fertig sind, lassen Sie die Madeleines noch ca. 5 Minuten in der Form abkühlen und nehmen Sie diese dann aus der Form.
  • Das Blech säubern und die zweite Teighälfte einfüllen. Erneut wie oben beschrieben backen.
  • Ist das Gebäck vollständig ausgekühlt, wird es mit Puderzucker bestreut.

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