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Chianti – ein traditioneller Italiener

Schon die Etrusker bauten einst in der Toskana Wein an. So wird vermutet, dass der Chianti seine Bezeichnung einem etruskischen Familiennamen verdankt. Eine ganze Region trägt seinen Namen. Diese liegt auf einer Gebirgskette in der Toskana, zwischen Siena und Florenz.

Unter der Bezeichnung Chianti sind mehrere italienische Weine im Handel: Die Rotweine Chianti DOCG sowie Chianti Classico DOCG und außerdem die beiden Dessertweine Vin Santo del Chianti DOC und Vin Santo del Chianti Classico DOC.  

Die Geschichte des Chianti

Der Name Chianti wurde erstmals im Jahre 913 schriftlich erwähnt. Allerdings war damals wahrscheinlich nicht der Wein gemeint. Dieser wurde in Aufzeichnungen aus dem Jahre 1404 erstmals entdeckt. Es handelte sich dabei um einen Weißwein, den der Kaufmann Francesco Datini in Vingnamaggio erwarb. Gut zwanzig Jahre später stand der Name Chianti für einen bekannten Rotwein. Es wird sogar berichtet, dass Papst Paul III. diesen 1536 zu den Mahlzeiten trank.

Sowohl Siena als auch Florenz betrieben Handel mit Frankreich und England, sodass der Chianti unter der Bezeichnung „Vermiglia“ zur beliebten Exportware wurde. Das Besondere war, dass es sich um einen gehaltvollen, rauen Tropfen handelte, so ganz anders als die damals üblichen süßen Weine.

Etwa ab Mitte des 17. Jahrhundert begann der weltweite Handel unter der Herkunftsbezeichnung „Chianti“.
Einige Jahrzehnte später, Anfang des 18. Jahrhunderts stand der Name Chianti für Qualitätswein. Das machten sich einige Nachahmer zunutze, die fortan ihre Weine ebenfalls als Chianti vertrieben. So kam es, dass der Großherzog der Toskana im Jahre 1716 ein Gesetz verabschiedete, welches die Grenzen der Region, in der Chianti angebaut wurde, verbindlich festlegte. Das war auch das erste Mal, dass in Italien unlauterem Wettbewerb durch eine Schutzvorschrift der Riegel vorgeschoben wurde.

Von nun an durften ausschließlich Rotweine aus den Gaiole, Radda und Castellina den Namen Chianti tragen.  Bis heute wird in genau diesem Gebiet der Chianti Classico angebaut.

Der Chianti vor rund 150 Jahren

Jahrelang experimentierte der Baron Bettino Ricasoli in der riesigen Weinanbauregion, bis der moderne Chianti «geboren» war. Modern und langlebig sollte er sein und die neue Rezeptur erfüllte genau diese Ansprüche. Damit sein Chianti Kraft und Fülle erhielt, wurde er zweimal vergoren. Die Zugabe getrockneter, süßer Trauben beim zweiten Durchgang ist für den höheren Alkoholgehalt verantwortlich. Bis heute setzen einige Winzer auf diese Methode und setzen die alte Tradition fort.

Noch Ende des 19. Jahrhunderts setzten einige Erzeuger auf die alte Rezeptur, die unter anderem aus der Hauptrebsorte Sangiovese zu 75 Prozent und zu 15 Prozent aus Canaiolo Nero bestand.
Chianti – ein weltbekanntes toskanisches Kulturgut

Kräftig durchgeschüttelt von den beiden Weltkriegen und der Weltwirtschaftskrise, konnte sich der Chianti letztendlich wieder erholen. Vor rund 50 Jahren ließ seine Qualität nach und es kam zu einer für die alte Marke bedrohlichen Absatzkriese. Aber der Chianti konnte den vorrübergehend schlechten Ruf ablegen. Der Chianti Classico überzeugt mit seiner Qualität, das Weinanbaugebiet wurde kultiviert und zeigt sich heute in traditioneller Mischkultur, bestehend aus Olivenbäumen, weiteren mediterranen Gewächsen und natürlich dem Wein.

Im Laufe der Zeit wurde aus dem bäuerlichen Erzeugnis ein toskanisches Kulturgut.

Wozu passt Chianti?

Chianti ist ein sehr vielseitiger Wein und aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Am besten passt er zu den typischen Gerichten der Toskana, zu Käse, kräftigen Nudelsoßen, Schinken und anderen Spezialitäten. Zu einem fairen Preis erhältlich, ist der Chianti ein guter Alltagswein.

Allerdings sollten Sie beachten, dass es ganz verschiedene Qualitäten des typischen Italieners gibt: Chianti Classico stammt  immer aus dem gleichnamigen Anbaugebiet. Andere Weine, die den Namen Chianti tragen, werden in den Regionen um Siena und Florenz angebaut.   

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